Methodik & Daten
Der Portfolio Stress Test rechnet nur mit echten historischen Daten. Wo Proxies oder Näherungen verwendet werden, steht es hier — und im Ergebnis bei der jeweiligen Position.
1. Grundprinzip
Deine heutige Portfoliozusammensetzung (Euro-Werte → Gewichte) ist der historische Ausgangspunkt. Ab dem ersten Monat, für den alle Positionen Daten haben, wird jede Position mit ihrem heutigen Gewicht gestartet und anschließend ohne Rebalancing (Buy and Hold) entsprechend ihrer historischen Wertentwicklung fortgeschrieben.
Es wird nicht behauptet, dass du dieses Portfolio historisch tatsächlich besessen hättest. Tatsächliche Käufe, Verkäufe, Sparraten oder Rebalancings werden nicht berücksichtigt. Weil die Gewichte über lange Zeiträume driften, kann die Zusammensetzung am historischen Tiefpunkt deutlich von der heutigen abweichen.
Datenhierarchie je Instrument: Tatsächliches Instrument → exakter zugrunde liegender Index → methodisch validierte historische Referenzserie → keine Daten. Es wird immer die bestmögliche verfügbare Stufe verwendet; die Abschnitte werden zu einer zusammenhängenden Reihe verkettet. Existiert für einen Zeitraum keine belastbare Reihe, endet die Historie dort. Es werden keine historischen Werte erfunden. Details in Abschnitt 4.
Der Stress Test zeigt bewusst keine historische Gesamtportfolio-Rendite: Heutige Einzelaktien sind oft gerade deshalb im Depot, weil sie historisch gut gelaufen sind (Selection-/Survivorship-Bias). Historische Renditen findest du im separaten ETF-/ETC-Backtester.
2. Kennzahlen
- Maximum Drawdown
- Größter Rückgang vom bisherigen Höchststand zum anschließenden Tiefpunkt. Auf Tagesbasis, sobald für alle Positionen Tageskurse vorliegen (davor Monatsbasis; das Ergebnis nennt beide Werte). Der Tagesverlauf innerhalb eines Monats stammt aus den Tageskursen und ist am Monatsende exakt an die Monatsreihe (in EUR) verankert.
- Verlust in Euro
- Maximum Drawdown × heutiger Depotwert. Keine Behauptung, dass dieser Verlust zukünftig eintritt.
- Time Under Water
- Längste Zeitspanne (Monate), in der die simulierte Entwicklung unter einem vorherigen Höchststand lag — vom Hoch bis zum erstmaligen Wiedererreichen. Läuft die Phase am Datenende noch, wird das ausgewiesen.
- Schlechteste rollierende 12 Monate
- Niedrigste Rendite über ein rollierendes 12-Monats-Fenster (Monatsendwerte).
- Historische Volatilität
- Standardabweichung der Monatsrenditen × √12 (annualisiert).
- Korrelation
- Pearson-Korrelation der Monatsrenditen (EUR) je Paar über dessen gemeinsamen Zeitraum (mindestens 24 Monate).
3. Währung: alles aus Sicht eines EUR-Anlegers
Fremdwährungsanlagen werden mit historischen Wechselkursen in EUR umgerechnet (Monatsendkurse; Tageskurse für den Intra-Monats-Verlauf).
- • USD ab 1999: FRED DEXUSEU (Tagesdaten), ab 2004 verlängert mit Yahoo Finance EURUSD=X.
- • USD 1971–1998 (synthetischer Euro): D-Mark/USD (FRED EXGEUS, Monatsdurchschnitte) × offizieller Umrechnungskurs 1,95583 DM/EUR. Das ist eine übliche, aber synthetische EUR-Reihe: vor 1999 gab es keinen Euro. Tages-Verläufe vor 1999 werden in USD-Form verwendet, die Monatsendwerte sind in EUR verankert.
- • Andere Währungen (CHF, GBP, DKK, …): Yahoo Finance EUR-Kreuzkurse, meist erst ab ca. 2003 verfügbar. Frühere Kurse dieser Instrumente werden dann nicht verwendet (keine Schätzung) — das Ergebnis weist es aus.
- • Vor 1971 liegt keine belastbare Währungsreihe vor; Daten davor (z. B. S&P 500 ab 1928) bleiben deshalb unberücksichtigt.
4. Datenkette: Instrument → Index → Referenz
Ziel ist eine möglichst lange, aussagekräftige Historie ohne Scheingenauigkeit. Für jedes Instrument gilt die Reihenfolge:
- Originaldaten des Instruments — solange belastbare Kurse des konkreten Produkts vorliegen (Yahoo Finance, adjustierte Schlusskurse, Dividenden reinvestiert). Datenqualität: Ein Tagesschritt über 15 % (Krypto-ETPs: 60 %) gilt zunächst nur als auffällig. Korrigiert oder verworfen wird ausschließlich mit zusätzlicher Evidenz — sofortige Gegenbewegung am Folgetag (dann wird der einzelne Kurs durch das Mittel der Nachbarkurse ersetzt) oder eine Monatsrendite, die um mehr als 10 Prozentpunkte von der Index-/Referenzreihe derselben Kette abweicht (dann werden die Produktdaten erst ab dem Folgemonat verwendet). Ohne Evidenz bleiben die Daten unverändert. Jede Prüfung wird protokolliert und im Ergebnis unter „Datenqualität“ ausgewiesen.
- Exakter zugrunde liegender Index — für Zeiträume vor Auflage des Produkts. Unterschiedliche Indizes werden nicht gleichgesetzt: Ein FTSE-All-World-ETF wird nicht durch den MSCI World ersetzt. Liegt die Total-Return-Variante eines Index nicht frei vor, wird sie über einen ETF auf exakt diesen Index gemessen oder es wird der Kursindex verwendet — beides ist gekennzeichnet.
- Methodisch validierte historische Referenzserie — nur wenn auch der Index nicht weiter zurückreicht und die Referenz dasselbe ökonomische Exposure abbildet (Assetklasse, Universum, bei Anleihen Laufzeit und Kreditqualität, Währungsbasis, Verhalten in Stressphasen). Eine hohe Korrelation allein genügt nicht. Jede Referenz wird einzeln manuell freigegeben; nicht freigegebene Referenzen werden nicht verwendet, die Historie endet dann früher.
- Keine Daten — die Historie endet. Im Zweifel kürzere Historie statt eines fragwürdigen Proxys.
Hebel- und Short-Produkte (Sonderfall): Für Hebel-ETFs auf Indizes und Hebel-ETPs auf Einzelaktien wird die Historie vor Produktauflage rechnerisch aus den Tagesrenditen des Basiswerts rekonstruiert: Hebel × Tagesrendite, abzüglich Finanzierungskosten (USD: Fed-Funds-Satz, EUR: Diskont- bzw. EZB-Einlagesatz) und Produktgebühr, mit täglicher Neugewichtung, danach Umrechnung in EUR. Diese Abschnitte heißen im Ergebnis „Rechnerische Hebel-Historie“ und sind eine Modellrechnung, kein tatsächlicher Kursverlauf; Swap-Spreads und Geld-Brief-Spannen sind nicht enthalten. Bei Indizes werden Tageskurse je Monat an die Total-Return-Monatsrendite der Kette verankert. Vorhandene Produktdaten haben immer Vorrang.
Totalverlust-Regel im Hebelmodell: Fällt der rechnerische Wert an einem Tag durch die gehebelte Tagesrendite auf null oder darunter (z. B. −50 % Basiswert bei 2×, +50 % bei −2×), wird er auf exakt 0 gesetzt und bleibt 0 — die Modellreihe endet dort und lebt nicht wieder auf. Reale Produkte haben teils Schutzmechanismen (z. B. Intraday-Reset bei extremen Bewegungen, Restrukturierung), die im Modell nicht abgebildet sind; das ist eine dokumentierte Modellgrenze. Ebenso wird der beobachtete Renditeabstand realer Produkte zum Modell (Swap-Spread, Handelskosten) nicht pauschal auf frühere Jahrzehnte übertragen.
Hebelmodelle (Parameter und Validierung gegen das echte Produkt)
| Modell | Basiswert | Hebel | Finanzierung | Gebühr | Modellzeitraum | Überlappung Produkt | Korr. | TD p. a. | MaxDD real / Modell |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Nasdaq 100 2x Hebel (täglich) | Nasdaq 100 (Kursindex ab 1985, Total Return ab 04/1999 via QQQ-Dividenden) (Tageskurse, monatlich an Total Return verankert) | +2× (Long, täglicher Reset) | FRED DFF (Effective Federal Funds Rate, täglich, ab 1954) | 0.60 % p. a. (TER laut Produkt) | 11/1985 – 02/2015 | 02/2015 – 07/2026 (138 Monate) | 0.978 | -1.1 pp | -59.2 % / -57.6 % |
| Modellgrenzen: Swap-Spread und Handelskosten des Produkts nicht modelliert (beobachtete Tracking Difference wird NICHT auf frühere Jahre extrapoliert); Finanzierungssatz = Leitzins ohne Aufschlag; Index-Tageskurse vor Total-Return-Verfügbarkeit monatlich verankert; Produkt-Schutzmechanismen (z. B. Intraday-Reset/Restrukturierung bei extremen Bewegungen, Schwellen nicht verifiziert) nicht abgebildet — Modell terminiert bei rechnerischem Totalverlust. | |||||||||
| Nasdaq 100 3x Hebel (täglich) | Nasdaq 100 (Kursindex ab 1985, Total Return ab 04/1999 via QQQ-Dividenden) (Tageskurse, monatlich an Total Return verankert) | +3× (Long, täglicher Reset) | FRED DFF (Effective Federal Funds Rate, täglich, ab 1954) | 0.75 % p. a. (TER laut Produkt) | 11/1985 – 01/2013 | 01/2013 – 07/2026 (163 Monate) | 0.976 | -1.0 pp | -78.4 % / -77.3 % |
| Modellgrenzen: Swap-Spread und Handelskosten des Produkts nicht modelliert (beobachtete Tracking Difference wird NICHT auf frühere Jahre extrapoliert); Finanzierungssatz = Leitzins ohne Aufschlag; Index-Tageskurse vor Total-Return-Verfügbarkeit monatlich verankert; Produkt-Schutzmechanismen (z. B. Intraday-Reset/Restrukturierung bei extremen Bewegungen, Schwellen nicht verifiziert) nicht abgebildet — Modell terminiert bei rechnerischem Totalverlust. | |||||||||
| S&P 500 2x Hebel (täglich) | S&P 500 Total Return (ab 1928; 1928–01/1988 Shiller-Daten) (Tageskurse, monatlich an Total Return verankert) | +2× (Long, täglicher Reset) | FRED DFF (Effective Federal Funds Rate, täglich, ab 1954) | 0.60 % p. a. (TER laut Produkt) | 02/1971 – 05/2010 | 05/2010 – 07/2026 (195 Monate) | 0.972 | -1.6 pp | -38.2 % / -40.2 % |
| Modellgrenzen: Swap-Spread und Handelskosten des Produkts nicht modelliert (beobachtete Tracking Difference wird NICHT auf frühere Jahre extrapoliert); Finanzierungssatz = Leitzins ohne Aufschlag; Index-Tageskurse vor Total-Return-Verfügbarkeit monatlich verankert; Produkt-Schutzmechanismen (z. B. Intraday-Reset/Restrukturierung bei extremen Bewegungen, Schwellen nicht verifiziert) nicht abgebildet — Modell terminiert bei rechnerischem Totalverlust. | |||||||||
| S&P 500 3x Hebel (täglich) | S&P 500 Total Return (ab 1928; 1928–01/1988 Shiller-Daten) (Tageskurse, monatlich an Total Return verankert) | +3× (Long, täglicher Reset) | FRED DFF (Effective Federal Funds Rate, täglich, ab 1954) | 0.75 % p. a. (TER laut Produkt) | 02/1971 – 07/2013 | 07/2013 – 07/2026 (157 Monate) | 0.974 | -3.8 pp | -57.6 % / -59.7 % |
| Modellgrenzen: Swap-Spread und Handelskosten des Produkts nicht modelliert (beobachtete Tracking Difference wird NICHT auf frühere Jahre extrapoliert); Finanzierungssatz = Leitzins ohne Aufschlag; Index-Tageskurse vor Total-Return-Verfügbarkeit monatlich verankert; Produkt-Schutzmechanismen (z. B. Intraday-Reset/Restrukturierung bei extremen Bewegungen, Schwellen nicht verifiziert) nicht abgebildet — Modell terminiert bei rechnerischem Totalverlust. | |||||||||
| S&P 500 −2x Short (täglich) | S&P 500 Total Return (ab 1928; 1928–01/1988 Shiller-Daten) (Tageskurse, monatlich an Total Return verankert) | -2× (Short, täglicher Reset) | FRED DFF (Effective Federal Funds Rate, täglich, ab 1954) | 0.70 % p. a. (TER laut Produkt) | 02/1971 – 05/2010 | 05/2010 – 07/2026 (195 Monate) | 0.978 | +0.2 pp | -99.5 % / -99.5 % |
| Modellgrenzen: Swap-Spread und Handelskosten des Produkts nicht modelliert (beobachtete Tracking Difference wird NICHT auf frühere Jahre extrapoliert); Finanzierungssatz = Leitzins ohne Aufschlag; Index-Tageskurse vor Total-Return-Verfügbarkeit monatlich verankert; Produkt-Schutzmechanismen (z. B. Intraday-Reset/Restrukturierung bei extremen Bewegungen, Schwellen nicht verifiziert) nicht abgebildet — Modell terminiert bei rechnerischem Totalverlust. | |||||||||
| DAX 2x Hebel / LevDAX (täglich) | DAX Performanceindex (Total Return, EUR, ab 1988) (Tageskurse, monatlich an Total Return verankert) | +2× (Long, täglicher Reset) | FRED INTDSRDEM193N (Bundesbank-Diskontsatz, monatlich, bis 1998) + FRED ECBDFR (EZB-Einlagesatz, täglich, ab 1999) | 0.35 % p. a. (TER laut Produkt) | 02/1988 – 04/2010 | 04/2010 – 07/2026 (196 Monate) | 1.0 | -0.8 pp | -50.0 % / -49.1 % |
| Modellgrenzen: Swap-Spread und Handelskosten des Produkts nicht modelliert (beobachtete Tracking Difference wird NICHT auf frühere Jahre extrapoliert); Finanzierungssatz = Leitzins ohne Aufschlag; Index-Tageskurse vor Total-Return-Verfügbarkeit monatlich verankert; Produkt-Schutzmechanismen (z. B. Intraday-Reset/Restrukturierung bei extremen Bewegungen, Schwellen nicht verifiziert) nicht abgebildet — Modell terminiert bei rechnerischem Totalverlust. | |||||||||
| DAX 3x Hebel (täglich) | DAX Performanceindex (Total Return, EUR, ab 1988) (Tageskurse, monatlich an Total Return verankert) | +3× (Long, täglicher Reset) | FRED INTDSRDEM193N (Bundesbank-Diskontsatz, monatlich, bis 1998) + FRED ECBDFR (EZB-Einlagesatz, täglich, ab 1999) | 0.75 % p. a. (TER laut Produkt) | 02/1988 – 06/2026 | – | – | – | – / – |
| Modellgrenzen: Swap-Spread und Handelskosten des Produkts nicht modelliert (beobachtete Tracking Difference wird NICHT auf frühere Jahre extrapoliert); Finanzierungssatz = Leitzins ohne Aufschlag; Index-Tageskurse vor Total-Return-Verfügbarkeit monatlich verankert; Produkt-Schutzmechanismen (z. B. Intraday-Reset/Restrukturierung bei extremen Bewegungen, Schwellen nicht verifiziert) nicht abgebildet — Modell terminiert bei rechnerischem Totalverlust. Yahoo-Reihe 3LDE.L (GBp) weicht 04/2013 und 05/2026 stark vom Modell ab (vermutlich nicht adjustierte Kapitalmaßnahmen) → praktisch keine verwendbaren Produktdaten, Validierung nicht möglich. | |||||||||
| ShortDAX −2x (täglich) | DAX Performanceindex (Total Return, EUR, ab 1988) (Tageskurse, monatlich an Total Return verankert) | -2× (Short, täglicher Reset) | FRED INTDSRDEM193N (Bundesbank-Diskontsatz, monatlich, bis 1998) + FRED ECBDFR (EZB-Einlagesatz, täglich, ab 1999) | 0.60 % p. a. (TER laut Produkt) | 02/1988 – 04/2010 | 04/2010 – 07/2026 (196 Monate) | 0.999 | -0.2 pp | -99.0 % / -99.0 % |
| Modellgrenzen: Swap-Spread und Handelskosten des Produkts nicht modelliert (beobachtete Tracking Difference wird NICHT auf frühere Jahre extrapoliert); Finanzierungssatz = Leitzins ohne Aufschlag; Index-Tageskurse vor Total-Return-Verfügbarkeit monatlich verankert; Produkt-Schutzmechanismen (z. B. Intraday-Reset/Restrukturierung bei extremen Bewegungen, Schwellen nicht verifiziert) nicht abgebildet — Modell terminiert bei rechnerischem Totalverlust. | |||||||||
| ShortDAX −1x (täglich) | DAX Performanceindex (Total Return, EUR, ab 1988) (Tageskurse, monatlich an Total Return verankert) | -1× (Short, täglicher Reset) | FRED INTDSRDEM193N (Bundesbank-Diskontsatz, monatlich, bis 1998) + FRED ECBDFR (EZB-Einlagesatz, täglich, ab 1999) | 0.40 % p. a. (TER laut Produkt) | 02/1988 – 02/2008 | 02/2008 – 07/2026 (222 Monate) | 0.999 | -0.0 pp | -91.6 % / -91.5 % |
| Modellgrenzen: Swap-Spread und Handelskosten des Produkts nicht modelliert (beobachtete Tracking Difference wird NICHT auf frühere Jahre extrapoliert); Finanzierungssatz = Leitzins ohne Aufschlag; Index-Tageskurse vor Total-Return-Verfügbarkeit monatlich verankert; Produkt-Schutzmechanismen (z. B. Intraday-Reset/Restrukturierung bei extremen Bewegungen, Schwellen nicht verifiziert) nicht abgebildet — Modell terminiert bei rechnerischem Totalverlust. | |||||||||
Gruppenauswahl: Wählst du in der Suche einen Index (z. B. „MSCI World“) statt eines konkreten ETFs, werden als Produktdaten die des repräsentativen ETFs mit der längsten sauberen Kurshistorie verwendet; die Varianten einer Gruppe (Core, ausschüttend, thesaurierend) laufen bis auf Gebührenunterschiede gleich — das wurde je Produkt gegen die Indexkette geprüft. Währungsgesicherte („hedged“) Varianten werden nicht angeboten.
Einzelaktien und Kryptowährungen erhalten nie eine Proxy- oder Referenzreihe; ihre Historie beginnt mit den echten Kursdaten. Gold-ETCs nutzen vor Auflage den Goldpreis, Bitcoin-ETPs den Bitcoin-Kurs (jeweils das zugrunde liegende Exposure). Bei Anleihen-ETFs sind längere Referenzreihen ausdrücklich vorgesehen, wenn Duration, Kreditqualität und Währung vergleichbar sind.
Return-Konsistenz: Total Return (Dividenden und Kupons reinvestiert) wird bevorzugt. Ein Wechsel zwischen Kursindex und Total Return innerhalb einer Kette erfolgt nie stillschweigend: Jeder Abschnitt trägt seine Renditebasis in den Metadaten, das Ergebnis weist den Wechsel bei der Position und in der Datenabdeckung aus. Liegt der exakte Index für einen Zeitraum nur als Kursindex vor, während eine manuell freigegebene Total-Return-Referenz existiert, hat die Total-Return-Reihe Vorrang (dokumentierte Ausnahme, z. B. MSCI World 1990–2012). Existiert keine Total-Return-Quelle, wird der Kursindex verwendet und gekennzeichnet; Drawdowns fallen dort tendenziell etwas zu ungünstig aus.
Produktkosten (TER), Tracking Difference, Steuern und Transaktionskosten werden in Index- und Referenzabschnitten nicht künstlich nachgebildet; reale Produkte entwickeln sich dadurch geringfügig schlechter als die Index-Historie.
Hinterlegte Datenketten
Bekannte strukturelle Unterschiede: Zielreihe im Vergleich ist der MSCI-World-KURSindex (keine TR-Quelle); Differenz von +2,3 pp p. a. entspricht der Dividendenrendite. French Developed: andere Indexfamilie, Universum praktisch deckungsgleich (Industrieländer, kapitalisierungsgewichtet).
Bekannte Datenprobleme: Keine bekannt. Statischer Stub, wird nicht neu generiert.
Freigabe: manuell (Philipp, 2026-08).
Bekannte strukturelle Unterschiede: FTSE Developed vs. MSCI World: Südkorea bei FTSE Industrieland, bei MSCI Schwellenland; leicht andere Größen-Cutoffs. Die MSCI-World-Kette enthält vor 07/1990 nur den Kursindex (siehe Renditebasis).
Bekannte Datenprobleme: Keine Fehlprints in VGVE.DE/EUNL.DE.
Freigabe: manuell (Philipp, 2026-09-17).
Bekannte strukturelle Unterschiede: FTSE All-World und MSCI ACWI sind unterschiedliche Indizes: andere Indexmethodik (FTSE- vs. MSCI-Regelwerk, Größen-Cutoffs und Free-Float-Anpassung), andere Länderklassifikation (Südkorea und Polen bei FTSE Industrieländer, bei MSCI Schwellenländer) und dadurch abweichende Constituents. MSCI ACWI wird NICHT als FTSE-All-World-Historie bezeichnet, sondern bleibt eine historische Referenz für Zeiträume ohne belastbare Historie des Instruments bzw. des exakten FTSE-All-World-Index. Referenz ist ein US-ETF (USD, Umrechnung in EUR), das Zielprodukt ein UCITS-ETF (Fondswährung USD, Handel GBp/EUR).
Bekannte Datenprobleme: Yahoo-Ausschüttungslücken: ACWI-ETF ohne Ausschüttung 12/2008 (daher Start 01/2009); VWRL.L/VWRL.AS ohne Ausschüttungen 06/2012–12/2013 (Emittent zahlte quartalsweise ab 27.06.2012) → Produktdaten erst ab 03/2014; VWRL.AS zusätzlich Fehlprint 06/2013. IUSQ.DE zeigt 11/2011–06/2012 Monatsabweichungen bis −4,8 pp gegenüber dem ACWI-ETF und wird deshalb nicht als frühere Referenz verwendet.
Freigabe: manuell (Philipp, 2026-09-22).
Bekannte strukturelle Unterschiede: MSCI ACWI IMI enthält zusätzlich Small Caps (ca. 15 % Gewicht) — ACWI und ACWI IMI sind NICHT identisch; ACWI wird lediglich als für den Stress-Test ausreichend vergleichbare Referenz akzeptiert. Die ACWI-Kette enthält vor 05/2008 nur den Kursindex (siehe Renditebasis).
Bekannte Datenprobleme: Yahoo Finance führt den 25:1-Anteilssplit des SPDR ACWI IMI vom 02.01.2015 in beiden Listings (SPYI.DE, IMID.L) nicht adjustiert. Daten vor 02/2015 aus diesen Listings werden nicht verwendet (manueller Datenstart 02/2015 in instruments.json, protokolliert im Data-Quality-Log). Keine automatische Reparatur, solange keine verifizierte Adjustierung vorliegt.
Freigabe: manuell (Philipp, 2026-09-18).
Bekannte strukturelle Unterschiede: Gleicher Index (S&P Composite/500). Shiller nutzt Monatsdurchschnittskurse statt Monatsendkurse → Drawdowns tendenziell etwas geglättet.
Bekannte Datenprobleme: Überlappung im statischen Stub (endet 01/1988) nicht enthalten; MaxDD-Vergleich daher nicht gespeichert.
Freigabe: manuell (Philipp, 2026-08).
Bekannte strukturelle Unterschiede: French-EM-Universum (kapitalisierungsgewichtet, inkl. Dividenden) vs. MSCI EM; keine Überlappung mit einem freien EM-Index verfügbar → nur qualitative Exposure-Prüfung.
Bekannte Datenprobleme: Keine Fehlprints bekannt; statischer Stub.
Freigabe: manuell (Philipp, 2026-08).
Bekannte strukturelle Unterschiede: VEIEX bildet seit 2013 FTSE Emerging ab (ohne Südkorea, Kuwait/andere Klassifikationsunterschiede); Fondskosten enthalten; US-Fonds-Preisstellung (Forward Pricing) → Monatsend-Timing weicht ab, daher höherer Tracking Error.
Bekannte Datenprobleme: Keine Fehlprints bekannt.
Freigabe: manuell (Philipp, 2026-08).
Bekannte strukturelle Unterschiede: Unterschiedliche Indexanbieter und Auswahlregeln (iBoxx vs. Bloomberg: Mindestemissionsgröße, Ratingmethodik), thesaurierend (XGLE) vs. ausschüttend (EUNH); Länder- und Laufzeitenprofil praktisch identisch (FR ~24 %, IT ~22 %, DE ~19 %). Die 15 Zusatzmonate 02/2008–04/2009 liegen vor der Auflage des Zielprodukts und sind nur über die Methodenähnlichkeit, nicht per Overlap validiert.
Bekannte Datenprobleme: Keine Fehlprints in XGLE.DE (Prüfung 22.09.2026: keine Duplikate, keine Lücken > 6 Tage, keine Tagesbewegung > 4,5 % außer 12./16.03.2020). EUNH.DE: Yahoo-Ausschüttungen erst ab 25.06.2013 vollständig (auf den Cent identisch mit Emittentenangaben); davor fehlen 9 Ausschüttungen → Produktdaten manuell ab 06/2013 (yf_data_from in instruments.json).
Freigabe: manuell (Philipp, 2026-09-22).
Bekannte strukturelle Unterschiede: Par-Bond-Näherung mit konstanter 10-J.-Laufzeit (Duration ca. 8,5) vs. Index 7–10 J. (Duration ca. 7,5) → Näherung schwankt etwas stärker (MaxDD −27,0 % vs −23,2 %); keine Fondskosten.
Bekannte Datenprobleme: FRED DGS10 Monatsend-Rendite; keine bekannten Lücken seit 1962.
Freigabe: manuell (Philipp, 2026-08).
Bekannte strukturelle Unterschiede: Näherung aus Monatsdurchschnitts-Renditen (nicht Monatsende) mit fixer Duration 1,85 vs. Index 1–3 J.; niedrige Korrelation der Monatsrenditen bei nahezu identischen Drawdowns.
Bekannte Datenprobleme: Keine.
Freigabe: ausstehend — wird derzeit nicht verwendet.
Jede Freigabe einer Referenz speichert ihre Validierung dauerhaft mit (Zeitraum, Korrelation, Tracking Error, Max Drawdown beider Reihen, Stressphasen, bekannte strukturelle Unterschiede und Datenprobleme). Daraus wird kein Score und keine automatische Freigabe abgeleitet — die Entscheidung bleibt manuell. Zeiträume der Index-/Referenzabschnitte sind Maximalwerte; im Ergebnis beginnen sie erst, wo die Produktdaten enden. Die Zuordnungen sind in einer eigenen Konfiguration hinterlegt und werden einzeln geprüft, freigegeben oder entfernt — die Berechnung leitet keine Zuordnungen aus statistischen Kennzahlen ab.
5. Datenabdeckung & Stressphasen
Der vollständige Stress Test nutzt nur den Zeitraum, in dem alle Positionen Daten haben. Für ältere Stressphasen wird ausgewiesen, welcher Anteil deines heutigen Portfolios historische Daten hat; fehlende Anteile werden nicht hochgerechnet.
Feste, dokumentierte Krisenfenster (S&P 500 Hoch → Tief auf Schlusskursbasis):
- • Dotcom-Krise: S&P 500 Hoch 24.03.2000 → Tief 09.10.2002
- • Finanzkrise: S&P 500 Hoch 09.10.2007 → Tief 09.03.2009
- • Corona-Crash: S&P 500 Hoch 19.02.2020 → Tief 23.03.2020
- • Zins-/Inflationsschock 2022: S&P 500 Hoch 03.01.2022 → Tief 12.10.2022
Innerhalb eines Fensters wird der Rückgang deiner Zusammensetzung vom Hoch zum Tief innerhalb des Fensters berechnet.
6. Portfolio X-Ray (Version 1)
Anlageklassen, Regionen und Branchen beziehen sich bei Einzelaktien auf das Unternehmen (Quelle: Yahoo Finance), bei ETFs auf das Anlageuniversum des Index. Die größten Unternehmens-Exposures umfassen derzeit nur direkte Aktienpositionen.
Noch nicht enthalten: Look-through in ETF-Holdings (indirekte Beteiligungen), ETF-Überschneidungen und die Zusammenführung direkter und indirekter Exposures. Diese Funktionen sind für eine spätere Version vorgesehen.
7. Nicht berücksichtigt
- • Steuern (Abgeltungsteuer, Freistellungsauftrag, Kirchensteuer, Verlusttöpfe)
- • Produkt- und Transaktionskosten, Spreads, Tracking Difference
- • Verzinsung von Cash
- • Sparraten, Nachkäufe, Verkäufe, Rebalancing
- • Inflation (alle Werte nominal)
8. Was wir speichern
Dein Portfolio wird nur für die Berechnung an den Server übertragen und nicht gespeichert. Zur Verbesserung des Tools erfassen wir anonyme Nutzungsereignisse (z. B. „Test gestartet“, „Ergebnis angezeigt“) mit einer zufälligen, nur im Arbeitsspeicher des Browsers erzeugten Kennung (kein Cookie, keine Speicherung auf deinem Gerät), ohne IP-Adresse und ohne Portfolio-Inhalte. Beim Freischalten der vollständigen Analyse wird deine E-Mail-Adresse über Brevo in den Philipp-Finance-Verteiler aufgenommen (Double-Opt-in, jederzeit abbestellbar). Feedback wird anonym gespeichert. Details: Datenschutz.